Zum dritten Mal lädt Campari dieses Jahr Bars aus aller Welt zu seinem globalen Charity Event Negroni Week ein. MIXOLOGY sprach mit den Bartendern und Organisatoren, die an die Kraft der Gemeinschaft, Wohltätigkeit und natürlich an die Magie des Negronis glauben.
Die Brillanz des Negronis liegt in der Zutatenliste, die aus genau drei Komponenten besteht. Campari nutzt nun die Berühmtheit des Drinks bereits mit seiner dritten jährlichen Negroni Week. Um auf das Event, das vom 1.-7. Juni stattfindet, aufmerksam zu machen wurde letzte Woche zur Negroni Night in Kreuzbergs Kantine Kohlmann eingeladen. Mehrere Tage nach den ausgelassenen Feiern des ersten Mais strahlten die Straßen wieder in ihrem alten Glanz und links und rechts tummelten sich Besucher in Bars. In der Kantine blendete das Sonnenlicht die Gäste und hüpfte von Spiegeln auf die goldene Detailarbeit der Wand. Es roch nach Sommer.
Negroni Night
Die Campari Crew war voll im Gange und nach einer kurzen Begrüßung von Jan Philipp Bubinger und Kantine Kohlmanns Bar Manager Roberto Delucio hielt Brand Ambassodor Mauro Mahjoub eine passionierte Ansprache über die Herkunft des Negronis. Kurz danach schloss sich Leo Robitschek, der extra aus New York angeflogen ist und der den stürmischen Applaus höflich ignorierte, ihm an und sprach über die Gemeinschaft der Bartender und wie wichtig sie grade für diesen Beruf sein. Er ließ es sich, trotz gebrochenen Beins, nicht nehmen, auf die Treppen zu kommen um sich an die Gäste zu wenden.
Ganz Bartender, war er schnell dabei die Bar aufzuräumen und Gäste auf die Fülle ihrer Drinks zu überprüfen, bevor MIXOLOGY sich ihn für ein kurzes Gespräch schnappen konnte. Leo war nur für eine Nacht in Berlin, doch machte er wie immer Sorgen, denn die langen Öffnungszeiten der Berliner Bars hätten ihn „schon oft in Versuchung geführt“.
Leo Robitscheks erster Negroni
Angesprochen auf seinen ersten Negroni, schmunzelte Leo: „Das war auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik mit meiner Schwester. Ich war entweder 13 oder 14 Jahre alt und wir haben uns durch die ganze Bar probiert. Ich habe erst später angefangen den Negroni wirklich zu lieben, nachdem meine ‘Sex & the City’ Phase vorbei war – damals mochte ich eher zitruslastige Cocktails, die sehr erfrischend waren. Danach begann ich den Negroni zu würdigen. Meinen Ersten richtigen habe ich im Oak Room im New Yorker Plaza Hotel genossen.“
Dies ist das zweite Jahr, in dem Robitscheks Nomad Bar und Eleven Madison Park an der Negroni Week teilnehmen. Letztes Jahr kreierte Leo den Negroni Jitney für das Event, der mit Kaffee-infundiertem Wermut, Cinzano Bianco und Mezcal zubereitet wird. Dieses Jahr wird er sich von der Nachbarschaft seiner Bar, dem Flatiron District, inspirieren lassen. Dabei reflektiert Robitschek den Beruf und den Anlass der Negroni Week durchgehend: „Wohltätigkeit und Alkohol gehen nicht unbedingt Hand in Hand, jedoch müssen sie sich nicht ausschließen. Eigentlich vergiften wir unsere Gäste, während sie die beste Zeit ihres Lebens haben. Und wenn wir dabei Anderen helfen können, dann gibt es nichts Besseres! Die Gemeinschaft ist einfach wichtig für mich, ich habe lange Zeit nicht geglaubt, dass sie in unserem Job existiert. Als ich angefangen habe zu arbeiten waren die meisten Menschen sehr wettbewerbsorientiert und teilten nie ihre Rezepte. Events wie diese bringen die Barcommunity näher zusammen und tun gleichzeitig Gutes. Fazit ist, dass wir alle davon profitieren, wenn man in mehr Bars gute Drinks bekommen kann. Grade, weil Campari es uns überlässt welchen Wohltätigkeitsorganisationen wir spenden wollen, können wir uns umdrehen und das Geld zurück in unsere Nachbarschaft investieren.“
Zum Spenden
Den teilnehmenden Bars wird empfohlen einen Euro pro verkauftem Drink zu spenden, jedoch bleibt es jedem selbst überlassen. Am Ende der Woche werden die Spenden gezählt und dann darf sich jede Bar aussuchen welcher Organisation sie das Geld zukommen lassen will. Die Kantine Kohlmann zum Beispiel spendet ihre Einnahmen einer Obdachlosenunterkunft in Kreuzberg. Durch die simplen Zutaten des Negroni sind es natürlich nicht nur Cocktailbars die mitmachen können, sondern auch Eckkneipen. Die meisten werden Wermut, Gin und Campari im Backboard stehen haben – Bars und Kneipen, die noch nicht dabei sind können sich hier anmelden.
Der Barrel-Aged Drink
Camparis Brand Ambassador Mauro Mahjoub ist ein Mensch, der vor Lebensfreude förmlich sprüht. Nichts wird halbherzig erledigt, auch der Drink wird bis auf den letzten Tropfen geleert. Als langjähriger Unterstützer des Negronis glaubt er, dass man seinen Gästen konsequent gut gemachte Klassiker anbieten muss und dann als Besonderheit etwas Neues zaubern kann. Doch zur Norm soll es nicht werden. Zur Negroni Night hat er drei barrel-aged Cocktails mitgebracht. Alle wurden in Eichenfässern gelagert, jedoch war der Publikumsliebling schnell entschieden: ein Boulevardier, zusätzlich im Bourbonfass gereift. Zur Negroni Week, und erst Recht zu den sommerlich-warmen Temperaturen empfiehlt sich dann jedoch wieder die klassisch-frische Urform mit Gin.
Die Negroni Week findet in Bars weltweit vom 1.-7. Juni statt, behaltet ein Auge drauf und ermutigt Kiezkneipen teilzunehmen. Trinken und Wohltätigkeitsarbeit – es tut zur Sache.
Der Beitrag Negroni Week: Wohltätigkeit und Cocktails erschien zuerst auf Mixology.